der blaue reiter
Journal für Philosophie


36. Ausgabe – April 2015

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der blaue reiter - Journal für Philosophie
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Sehr geehrte Damen und Herren,

Siegfried Reusch

die philosophische Frage nach Luxus ist keine aus Überdruss geborene Erfindung unserer modernen Überflussgesellschaft. Schon in der Antike setzte Diogenes von Sinope mit seinem asketischen Lebenswandel ein großes Fragezeichen hinter den Genuss des nicht unmittelbar zum Überleben Notwendigen. Doch neben dem Luxus zu Zwecken der Repräsentation der Macht sowie der Protzsucht mancher (Neu-)Reicher gibt es auch eine Form des Überflusses, eine Geste der Verschwendung, die Unersetzliches, die Schönheit hervorbringt. Was wäre das auch für eine Welt, in der nur das unmittelbar nützlich Scheinende einen Wert besäße, in der es keine vordergründig überflüssigen Beschäftigungen wie Literatur, Kunst und Philosophie gäbe? Ich für meinen Teil bin überaus dankbar, dass es mir seit nunmehr über 20 Jahren vergönnt ist, mit Ihnen den Luxus des Denkens teilen zu dürfen.

Um dieses Jubiläum mit Ihnen feiern zu können, machen wir allen Abonnenten dieses Newsletters ein einmaliges, zeitlich befristetes Sonderangebot: Bestellen Sie die lieferbaren Ausgaben des Journals für Philosophie pfeil der blaue reiter bis einschließlich Nummer 19 sowie die zwei Sonderausgaben zum
pfeil Jubiläumssonderpreis.

Die 36. Ausgabe unseres Journals für Philosophie der blaue reiter mit dem Titel
pfeil Luxus ist ab sofort in jeder guten Buchhandlung oder besser direkt beim Verlag erhältlich.

Ich freue mich auf viele weitere gemeinsame Jahre des Luxus des Denkens und verbleibe

mit den besten Grüßen
Ihr

Unterschrift

Dr. Siegfried Reusch
  – Chefredakteur –

thema

Geld Rilagebirge Chair #4 Box Dont think Kosode
Diderots Hausrock

oder: 20 Jahre der blaue reiter – 20 Jahre Luxus des Denkens

Autor: Siegfried Reusch


Die Vorzüge eines ländlichen Lebens

Jean-Jacques Rousseaus Kampf gegen das luxuriöse Stadtleben

Autor: Alfred Hirsch

pfeil Leseprobe


„Existenz ist Genuss“

Wider die Hoffnung auf Weltaneignung durch „grobe“ Emanzipation der Sinnlichkeit

Autor: Jean-Pierre Wils


Die Wiederverzauberung der Warenwelt

Das System des Konsumismus

Autor: Norbert Bolz


Jachten für Flüchtlinge

Über Luxus, Reichtum und Gerechtigkeit

Autor: Fritz Reheis


Luxus und Zivilisation

Eine Polemik wider den asketischen Furor

Autor: Robert Zimmer


„Spätrömische Dekadenz“

Über Gelage, Orgien und andere Ausschweifungen

Autor: Frank T. Zumbach


Kann der Luxus „in“ sein?

Geschmack und Vergänglichkeit in Mode und Gesellschaft

Autorin: Elena Esposito


Das eierlegende Wollschwein und der Pfau

Nützlichkeit versus Selbstdarstellung in der Natur

Autoren: Kristian Köchy, Martin Böhnert


Vom überflüssigen Luxus der Arbeit

Hannah Arendts vita activa

Autorin: Annette Vowinckel


Japonia luxurians

Zwischen reichhaltiger Oberfläche und bedeutungsvoller Schlichtheit

Autoren: Raji C. Steineck, Tomoe Steineck

umfrage

Rewe
Was ist Luxus?

Mit dem Mikrofon unterwegs waren Schüler der 10. Klasse der Helene-Lange-Schule in Hannover unter Leitung von Elena Kuss und Stefan Helge Kern.

kolumne

10 dollars
Das Notwendige und das Überflüssige

Askese ist kein Ausweg

Es ist die zur außerehelichen Liebe freigesetzte Frau, die zu ihrer Selbstbestätigung und der ihrer Liebhaber den Luxus erfindet. Sie führt die Menschheit damit nicht nur auf den Weg wachsender sinnlicher Verfeinerung, sondern zugleich auf den konträr, nämlich profit- und effizienzorientierten des Kapitalismus. Nur dieser ist in der Lage, die gewünschten Waren bereitzustellen. Die Kultur des Sinnlichen als Treibstoff für die Erzeugung des rationalistischen Profitbetriebs ist eine Paradoxie von weltgeschichtlicher Dimension.

Autor: Friedrich Dieckmann

interview

Wolfgang Joop
Luxus ist das Gefühl der Freiheit

Wolfgang Joop im Interview

Luxus ist für mich immer das, was knapp ist, ein Gegenstand der Sehnsucht, vielleicht sogar eine Fata Morgana. Auf jeden Fall bezeichnet Luxus eher eine Befindlichkeit als eine Ware. Denn je näher man dem „Luxus“ kommt, umso selbstverständlicher wird er und je selbstverständlicher er ist, umso weniger ist er da. Das ist ähnlich wie mit der Freiheit. Dadurch, dass ich das Privileg habe, mir teure Dinge leisten zu können, bin ich von diesen Produkten auch gefangen genommen. Das heißt, meine Freiheit schwindet. Meine Freiheit dann wiederzuerlangen, empfinde ich als Luxus.

pfeil Leseprobe

essay

Goethe
Die Diktatoren des guten Geschmacks

Auf der Flucht vor der Banalität der modernen Welt

Wer ist dieser Mann, der hin und wieder ein parfümiertes Taschentuch gegen seine Nase presst, da es ihm schwer fällt, die Ausdünstungen seiner Mitmenschen zu ertragen? Wenn er das Teatro Piccolomini besucht, um der barocken Kammermusik von Alessandro Scarlatti zu lauschen, hat er selbstverständlich eine dreihundert Jahre alte Partitur aus Pergament auf seinem Schoß. Er schätzt die weißen Trüffel von Vera dal 1926 in der Via San Jacopo und die Mandelseife aus der Farmacia di Santa Maria Novella. Es ist Dr. Hannibal Lecter, Hannibal the Cannibal – ein Dandy wie er im Buche steht.

Autor: Ruben Zacharias

lexikon für den philosophischen alltag

Lexikon-Logo
enger schnallen Dagobert
Diät

Autorin: Lisa Schmalzried


Duck, Dagobert

Autorin: Jutta Heinz


Shopping

Autorin: Jutta Heinz


Wachstum

Autor: Klaus Kufeld

unterhaltung

Fritz Arnold
Luxus ist geil!

Während der Normalbürger meint vom Asylbewerber zu wissen, von wessen Geld er lebt („Von meinem Geld!“), will er vom üppig Lebenden vor allem wissen, wie der so im Luxus lebt („Guck dir das mal an!“). Den Luxus-Menschen verachtet er auch, jedoch heimlich. Sein Neid möchte die gefühlte eigene Benachteiligung für alle.

Autor: Stefan Reusch

porträt

Die regulierte Lasterhaftigkeit

Bernard de Mandeville im Porträt

Mandeville

Mandeville hat einen festen Platz in der „hall of shame“ der Philosophie. Seinen Ruhm als Gesellschaftsverderber verdankt er seiner Bienenfabel, mit der er Luxus und Laster zu rechtfertigen sucht, denn das Verbot von Überflusskonsum führe nur zu noch mehr Armut und Massenarbeitslosigkeit. Wer war der Autor, den die Heerschar von Gutmenschen geifernd und beschimpfend umkreiste wie Motten das Licht, jener „Gentleman“, welcher als erster „für die öffentliche Tolerierung der Laster“ schrieb?

Autor: Otto-Peter Obermeier

pfeil Leseprobe

Anlässlich unseres Jubiläums bietet die Künstlerin Antje Seemann Originaldrucke ihrer im Auftrag des blauen reiters erstellten Linolschnitte von Charles Darwin, Ernst Haeckel und Bernard de Mandeville zum Jubiläumssonderpreis an (nummeriert und signiert, 30er-Auflage, nur solange der Vorrat reicht). Der Preis beträgt € 390,– inklusive Passepartout, Rahmen und Versand (regulär € 480,–). Die Linolschnitt-Collage von Meister Eckhart wird für € 490,– (regulär € 580,–) angeboten. Alle verfügbaren Porträts finden Sie auf der Homepage der Künstlerin unter pfeil www.antjeseemann.de

bestellung / Jubiläumsangebote

Feiern Sie mit uns ein Lesefest

20 Jahre der blaue reiter – 20 Jahre Luxus des Denkens!

Stapel Journal

Um dieses Jubiläum mit Ihnen feiern und die Freude am Denken mit Ihnen teilen zu können, macht der Verlag allen Abonnenten dieses Newsletters ein einmaliges Sonderangebot:
Bestellen Sie eine Auswahl aus den Ausgaben 4, 6–19 sowie den zwei Sonderausgaben des Journals für Philosophie der blaue reiter zum Jubiläums-Sonderpreis: 2 Exemplare für € 9,50 pro Ausgabe, das 3. bis 5. Exemplar für je € 6,50 und ab dem 6. Exemplar € 5,– für jede weitere Ausgabe (im Inland portofrei, Auslandsporto ermäßigt; nur solange der Vorrat reicht). Statt € 90,60 für sechs Exemplare bezahlen Sie beispielsweise nur € 43,50.
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Auch drei pfeil Buchtitel bieten wir zum Sonderpreis an: „Nietzsches Bestiarium“ von Richard Reschika, „Die Philosophen“ von Jürgen Große und „Theorie an der Bar“ von Peter Schneider (nur solange der Vorrat reicht).

Die 36. Ausgabe des Journals für Philosophie der blaue reiter ist ab sofort lieferbar (116 Seiten, € 16,90, ISBN 978-3-933722-42-3). Sie können diese und alle anderen lieferbaren Ausgaben des Journals sowie die Bücher des Verlags in jeder Buchhandlung oder besser direkt beim Verlag (über unseren Webshop, per E-Mail, Brief, Fax oder telefonisch) bestellen.

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bücher

Man ist immer beliebig

Gedichte von Klaus Fiebig

Cover Fiebig

Klaus Fiebigs Lyrik ist ein außerordentliches Dokument des Zeitgeists der 60er-Jahre des 20. Jahrhunderts und zugleich Ausdruck einer großen poetischen Begabung. In ihr vereinen sich Wirklichkeitsnähe und Sprachwitz mit dem Willen zur Einzigartigkeit lyrischer Form. Fiebigs Gedichte entstanden in den Fliehkräften der Schwellensituation zwischen Existenzialismus und Kritischer Theorie. Dieser Übergang hat sich mit großer Eindrücklichkeit in ihnen einen Ausdruck gesucht – die Gedichte vibrieren vor Sehnsucht nach Lebendigkeit und nach Zuhausesein in der Welt.

124 Seiten, gebunden, Format: 17 x 24 cm, € 34,90, ISBN 978-3-933722-43-0
Herausgegeben von Werner Seltier, mit einem Nachwort von Jan Urbich.

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Die Erstellung und der Vertrieb des Journals für Philosophie der blaue reiter sind für den eigens gegründeten Verlag defizitär. Nach wie vor sind wir auf die honorarfreie Arbeit der Autoren, Künstler und Redakteure sowie auf Spenden der Leser angewiesen. Die Redaktion freut sich über jeden noch so kleinen Beitrag! Ab einer Förderung von € 500,– drucken wir auf Wunsch Ihren Namen oder den Namen Ihrer Firma als „Förderer dieser Ausgabe“ in das Editorial. Gerne können Sie auch unsere Buchprojekte unterstützen. Weitere Informationen erhalten Sie auf Anfrage.

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